Russische Hochzeit


Russische Hochzeit / Aufbau & Struktur / Tradition

Heiraten auf Russisch
Eine Hochzeit ist in jeder Kultur ein schönes Ereignis aber gerade die russische Art einer Hochzeit ist doch etwas ganz Besonderes. Es handelt sich bei der russischen Hochzeit um eine große Feier denn meist werden alle näheren Verwandten dazu eingeladen (6 Monate vor der Hochzeit sollten die Einladungen verschickt werden). Der Ablauf unterscheidet sich geringfügig von Hochzeit zu Hochzeit und es kommt natürlich neben Traditionen und Bräuchen auch auf den persönlichen Geschmack des Brautpaares an. Sie entscheiden, wie modern bzw. traditionell die Hochzeit und deren Vorbereitungen gestaltet werden.

Vorbereitung
Die Vorbereitungen einer Hochzeit sind immer spannend denn die Vorfreude mischt sich in den Alltag und Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Zunächst hat das Paar also beschlossen, zu heiraten. Was folgt ist eine (vorläufige) Gästeliste, die Wahl der Location (abhängig von der Anzahl der Gäste und dem Budget), die Buchung eines Hochzeitsautos für den Transport, die Planung der Flitterwochen und die des Junggesellenabschied. Auch die Brautmode muss ausgesucht werden, die Hochzeitskarten müssen geschrieben werden und schlussendlich wollen die Gäste ja auch etwas essen und trinken. Dazu bietet sich die Buchung eines Cateringunternehmens an.

Brautmode
Spätestens zu Zeit des Junggesellenabschiedes muss die Braut auch über ihre Mode für ihren besonderen Tag nachdenken. Das Outfit des Brautpaares richtet sich prinzipiell nach der Art der Hochzeit. Ist sie sehr traditionell gehalten, muss die Braut nicht unbedingt weiß tragen. Früher war es üblich, eine Art Tracht in den Farben des Herkunftsortes zu tragen. Nur der Schleier musste weiß sein - als Zeichen der Jungfräulichkeit. Es ist also durchaus nicht unüblich, ein farbiges Kleid für den besonderen Anlass zu wählen. In Frage kommen Farben wie Blau, Grau und sogar Schwarz. Auch die Herren brauchen sich nicht zu verstecken denn provokante Muster auf dem Anzug sind durchaus angesagt. Die Outfits des Paares sollten allerdings schon zueinander passen, damit der Auftritt ein rundes Bild erzeugt.

Junggesellenabschied/Polterabend
Braut und Bräutigam begehen den Junggesellenabschied getrennt. Früher war es üblich, ihn einen Tag vor der Hochzeit zu zelebrieren, dass ist aber heute i.d.R. nicht mehr so denn am Tag der Hochzeit muss das Paar fit sein. Zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit ist der richtige Zeitpunkt, sich noch einmal auszutoben. Und das wird vor einer russischen Hochzeit ausgiebig getan. Die Männer feiern feucht-fröhlich mit viel Alkohol. Manchmal wird auch ein Treffen in einer Sauna vereinbart, zu dem eine erotische Masseurin eingeladen wird. Trinksprüche auf die Braut gehören auch zu den Ritualen. Früher wurden danach die Gläser zerschlagen, das ist heute aber nicht mehr unbedingt üblich. Eine wichtige Regel für die Braut gibt es; sie sollte nicht nach dem Verlauf des Abends fragen.
Die Damen sind allerdings nicht minder aktiv, wenn auch etwas ruhiger gestimmt; der Mädchenabend findet meist zuhause oder in einem Café statt. Die Organisation dieses Abends übernimmt die sogenannte Brautführerin. Üblich sind Themenabende, Pyjamaparties, Saunabesuche oder ähnliche Aktivitäten. Insgesamt geht es also etwas gesitteter zu als bei den Herren.

Die Russische Hochzeit (russkaja svadba)
Am Tag der Hochzeit muss sich der Bräutigam noch einmal in´s Zeug legen. Die traditionelle Hochzeit beginnt mit dem sogenannten Brautkauf. Dazu fährt er zum Haus der Braut und wird dort schon von ihren Freundinnen erwartet. Diese stellen ihm verschiedene Aufgaben, die er bestehen muss um zu seiner Geliebten zu gelangen. Die Bezahlung erfolgt dann üblicherweise mit Münzen, Champagner, Vodka und/oder Süßwaren. Ist diese Hürde genommen, fährt das Paar ins Standesamt. Hier sind meist nur die Trauzeugen und die engsten Familienangehörigen mit von der Partie. In der anschließenden kirchlichen Trauung versammeln sich dann alle Gäste, um dem frisch gebackenen Ehepaar im Anschluss zu gratulieren.

Nach der üblichen Fotosession nebst Spaziergang im Anschluss an die Trauung, beginnt die Feier am frühen Nachmittag. Am Eingang zur Location warten bereits die Gäste und die Eltern des Brautpaares. Der Brauch verlangt, dass das Ehepaar dort mit Brot und Salz empfangen wird. Nach dieser kargen Mahlzeit folgt die Geschenkrunde. Die Gäste stellen sich an, um dem Brautpaar ihre Geschenke zu überreichen. Meist handelt es sich dabei um Geld. Nach der Geschenkrunde folgt die Hochzeitssuppe und die Eröffnung des Buffets. Die gesamte Hochzeit wird von sogenannten "Gorka" Rufen begleitet, die das Brautpaar aufforderdern, sich zu küssen. Am späten Nachmittag oder am frühen Abend kommt der unvermeidbare Brautschuhklau. Die Gäste müssen ihn mit Spenden zwischen 5 und 50 Euro zurück kaufen. Bei höheren Beträgen dürfen die Gäste den Trauzeugen eine Aufgabe stellen. Wenn sich die Feier dem Ende zuneigt, wird der Braut von der Patentante der Schleier abgenommen. Danach wirft die Braut den Braustrauß in eine runde noch unverheirateter Mädchen. Die Fängerin wird die nächste Braut sein. Wenn die Feier vorüber ist, begibt sich das Paar nach Hause oder ins Hotel um am nächsten Tag fit für die Abreise in die Flitterwochen zu sein.

Tamada
Das Brautpaar ist gut beraten, einen Tamada zu engagieren. Dabei handelt es sich um eine Art Moderator, der die Gäste durch die gesamte Feier begleitet. Gerade bei bilingualen Hochzeiten bietet sich dieser Service an denn er erleichtert das Verständnis zwischen deutschen und russischen Gästen. Darüber hinaus sorgt er für gute Stimmung, Musik, verschiedene Spiele und Tanz.



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