Kennenlernen ....


Er lässt seinen Blick über den Bürgersteig wandern und erblickt eine Frau, die einfach nur dort steht und die Ampel anschaut.

Ihre kurzen Haare bewegen sich durch den Wind wie Gras und eben diese Farbe haben sie auch. Ein beinahe schon leuchtendes Grün. Sie trägt eine geschlossene grell pinke Jacke, dazu eine orangene Röhrenjeans, die sie sich in ihre Lederstiefel gesteckt hat, die dieselbe Farbe haben wie ihre Haare.

In Cedrics Augen ist diese Frau einfach nur eine Modesünde. Die Frau bemerkt anscheinend, dass Cedric sie anstarrt, denn sie wendet den Blick von der Ampel ab und schaut Cedric an. Dieser wird leicht rot und schaut nun seinerseits die Ampel an und hofft das sie schnell auf Grün schaltet.

Ein Klopfen an seinem Beifahrerfenster lässt ihn aufschrecken. Er schaut zur Seite und blickt direkt in das Gesicht der Frau mit den grünen Haaren. Sie lächelt ihn an und lässt somit sein Herz schneller schlagen. In ihren schokobraunen Augen liegt eine Sanftheit, die Cedric so nur von seiner Mutter kennt. Die Frau klopft erneut und bedeutet ihm sein Fenstern runter zu lassen. Mit leicht zittrigen Fingern betätigt er den Schalter und tut das, worum sie ihn gebeten hat. Als das Fenster nun ganz unten ist, legt sie ihre Hand darauf um zu verhindern, dass er es einfach wieder schließen kann.

,,Hallo. Sagen sie, könnten sie mich vielleicht ein Stück mitnehmen?“, fragt sie gerade heraus und schenkt Cedric ein noch breiteres Lächeln.

Sie scheint zu wissen wie diese Augen in Kombination mit ihrem Lächeln und ihrer, sogar für eine Frau recht hohen Stimme wirken. Kurze Zeit, weiß der junge Mann im Auto nicht, was er antworten soll. Natürlich würde er sie gerne mitnehmen. Zwar hatte sie auf ihn erst etwas eigen gewirkt, doch nachdem er diese Augen gesehen hat, in denen so viel Wärme liegt hat er seine Meinung über sie doch recht schnell geändert. Jedoch plagen ihn Zweifel. Seine Mutter hat ihm immer davon abgeraten Anhalter mitzunehmen. ,,Was wenn sie dich ausrauben, nur weil du zu nett warst?“, hatte sie ihm immer gepredigt, doch gilt das auch für Frauen? Wie eine Kriminelle wirkt sie nicht.

,,Ja. Ehm Steig ein.“, sprudelt es aus ihm heraus und mit einem schnellen Knopfdruck, hat er die Zentralverriegelung gelöst und die Frau mit den seltsam gefärbten Haaren steigt in seinen Wagen. Er beobachtet sie wie sie die Tür schließt, sich anschnallt und danach das Fenster mit dem Schalter an ihrer Tür hochfährt. Kurz huscht ihr Blick hoch zu der Ampel, dann liegt er wieder auf Cedric.

,,Grün.“, kommt es von ihr und Cedric schaut sie nur verständnislos an.

,,Wie bitte?“, erkundigt er sich und zieht eine Augenbraue hoch.

,,Die Ampel. Sie ist grün.“, erklärt sie und kichert leise.

Zwar wird er knallrot, gibt Gas, fährt an und würgt dabei auch direkt sein Auto ab, trotzdem breitet sich ein unwahrscheinlich warmes Gefühl in ihm aus. Immer noch rot im Gesicht, startet er seine Wagen erneut und fährt weiter, begleitet von ihrem Kichern.

,,Wo möchtest du eigentlich hin?“

,,Ach einfach nur hier weg.“

,,Wie einfach nur weg?“

,,Ich habe kein Ziel. Hm doch, mein Ziel ist es ein wenig von der Gegend hier zu sehen.“

,,Warum das denn?“, fragt Cedric ziemlich verwirrt.

Er, der nur seine gewohnten Abläufe gewohnt ist, kann nicht verstehen, wie man kein Ziel haben kann.

,,Ich bin erst gestern hier hergezogen und will jetzt wissen wo ich überhaupt bin.“

,,Du hast dich nicht über die Gegend erkundigt, in der du von an jetzt leben wirst?“, hakt er nach.

,,Nein. Ich habe nur nach einem billigen Haus gesucht. Eines habe ich gefunden und hier bin ich.“, meint sie und lacht kurz freudig auf.

Die Entscheidungen dieser Frau sind Cedric wirklich ein Rätsel. Die fahrige und unstrukturierte Persönlichkeit seiner Beifahrerin macht ihm ja schon fast wieder Angst.

,,Ok...“,

,,Ja. Ach, mein Name ist übrigens Abigail.“, sagt sie mit wider diesem kleinen Lachen.

,,Cedric.“, meint dieser leicht überfordert.

,,Hey du. Halt da an. Genau da!“, ruft Abigail plötzlich und deutet wie wild auf einen Laden auf der rechten Straßenseite.

Der erschrockene Cedric tut wie ihm befohlen und parkt am Bürgersteig. Weit sind die beiden nicht gekommen, gerade mal in das nächste Ort. Abigail springt aus dem Auto, gerade als es angehalten hat, bevor sie jedoch die Tür zuwirft schaut sie Cedric nochmal an.

,,Ich stehe morgen wieder genau an derselben Stelle. Komm mich da abholen.“, befiehlt sie ihm, legt dabei leicht den Kopf schief und lächelt ihn an.

Angesprochener nickt nur und Abigail wirft die Autotür zu. Dann verschwindet sie in einem alten Bücherladen und Cedric atmet hörbar aus.

Diese Frau hatte es ihm wirklich angetan und das Beste ist, auch ohne das er etwas gesagt hat, will sie sich mit ihm treffen erneut.

 

Sabrina V.





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